Das Treibhaus (Wolfgang Koeppen) [Nov 27, 2009; Book, German]
Nach kurzer Gewöhnung an die häufigen, übergangslos eingearbeiteten Schlagzeilen ein durchaus gut zu lesendes Buch. Neben der Kritik am politischen System im Nachkriegsdeutschland arbeitet sich der Autor an den vielen ehemaligen Nazis ab, die wieder - natürlich bekehrt und gebessert - ihre Pöstchen einnehmen.
Dieser Aspekt ist durchaus aktuell, da sich das gleiche Spiel mit den alten SED und Stasi-Kadern wiederholt. Gute Mitläufer sind eben immer gefragt.
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Ein Buch namens Zimbo (Max Goldt) [Nov 15, 2009; Book, German]
Liebevoll wie immer und mit aktuellem Zeitgeist - also nicht lange zögern.
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Race King vs. Racing Ralph [Nov 8, 2009; Miscellaneous, German]
Nach meinem Wechsel von Continental Race King 2.2 auf Schwalbe Racing Ralph 2.25 Evolution mit
dem Nano Compound und zwei Touren mit dem neuen Reifen, will ich hier meine ersten Eindrücke dokumentieren.
Die erste Tour fand bei trockenem Wetter statt, die zweite heute kurz nach Regen und über teils extrem zerrittene,
matschige Wege.
Der deutlich niedrigere Rollwiderstand des Racing Ralph fällt bei niedrigeren Geschwindigkeiten sofort auf.
Auch bei hohem Tempo finde ich den Reifen viel angenehmer, weil er direkter ist und nicht so sehr schwimmt
wie der Race King. Dafür machen sich Unebenheiten aber auch deutlicher bemerkbar.
Für Matschwetter ist keiner der beiden Reifen gemacht, Racing Ralph schlägt sich aber trotzdem
bedeutend besser. Man kann damit auch durch längere Matschstrecken fahren, darf aber natürlich keine
Wunder erwarten.
Beim Race King sah das ganz anders aus: Bei Matsch gehörte Glück dazu, dass der Schwung bis
zum Ende der nassen Stelle reichte. Lenken, bremsen oder treten war nicht drin. Die heutige Tour
hätte ich mit den alten Reifen nicht machen können.
Das Bild gibt einen Eindruck, wie feucht es zuging. Dass die Lauffläche so sauber ist,
liegt an den 8km Asphalt, die am Ende der Tour standen.
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Doro (Tue, 10 Nov 2009): Anschließen musst Du Dein Rad so vielleicht nicht mehr, das nimmt doch so schmutzig keiner mit :-) Liebe Grüße
Micha (Tue, 10 Nov 2009): Doch: Die Müllabfuhr. :)
Doro (Tue, 17 Nov 2009): Wenn die aber beginnt, Deinen Keller aufzuräumen, würde ich mir Gedanken machen :-)
GPSies.com [Aug 22, 2009; Miscellaneous]
Using Google Maps overlays to visualize GPS recording is a pretty obvious idea,
but I'm too lazy to look at their API. A quick search revealed a site which offers this functionality:
GPSies.com.
It does not even require registration. A unique (secret) name for the uploaded track is enough to
be able to edit or delete a track later on. Modifying the track after the upload turned out to be
pretty easy. And this is what the result looks like: (last week's MTB tour)
It not only supports Google Maps, but also provides access to the mapping services of Open Street Map, Microsoft and Yahoo.
Sebastian (Sun, 23 Aug 2009): You can achieve similar results directly with Google Maps. If you are registered, you can create your own map and add tracks to it. You can also embed those maps in your website.
Das ideale GPS zu finden war leider unmöglich. Brauchbare Geräte zum Wandern und Radfahren
gibt es eigentlich nur von Garmin. Der Hersteller bietet 3 aktuelle Serien an, die leider alle ihre Schwächen haben.
Aufgrund der Empfindlichkeit des Empfängers, des im Freien gut lesbaren Displays und der geringen Größe habe
ich mich für das Vista HCx aus der eTrex Serie entschieden. Größter Nachteil: Für straßenreiche Innenstadtnavigation
ist das Display mit 176x240 Pixeln etwas klein.
Das Gerät ist nicht mein erstes Vista. Vor einigen Jahren hatte ich schon den Urgroßvater der jetzigen
Version gekauft und war damit bis auf die Empfangsschwäche in dichten Wäldern ganz zufrieden. Und hier
hat sich scheinbar das meiste getan: Das HCx empfängt wirklich überall.
Das Bild zeigt beide Geräte in einem geschlossenen Raum. Dem alten Vista ist es
auch nach vielen Minuten nicht gelungen, mehr als einen Satellit zu erkennen, das neue brauchte
ca. 20 Sekunden bis zur Positionsbestimmung. Laut diversen Testberichten soll das Vista HCx auch
empfindlicher sein als die Oregon oder Forerunner/Edge Serien, weil ein gegebenüber dem SiRFstar III
nochmals verbesserter Empfänger von MediaTek verbaut ist.
Wie schon beim alten Vista, sind auch bei diesem Spitzenmodell der eTrex-Reihe barometrischer Höhenmesser
und elektronischer Kompass verbaut. Beides hat sich schon in der Vergangenheit als extrem nützlich erwiesen.
Der barometrische Höhenmesser kann die kurzfristigen Ungenauigkeiten des GPS bei der Höhenmessung
ausgleichen und umgekehrt kann das GPS helfen, die langfristigen wetterbedingten Luftdruckschwankungen
herauszurechnen. Für sportlich orientierte Aktivitäten erhält man so sehr genaue Höhenprofile.
Der Kompass ist beim Wandern nützlich, da das Gerät auch ohne Vorwärtsbewegung die Richtung erkennt.
Zum Radfahren ist er allerdings nicht wirklich geeignet, weil der Kompass sehr schnell verfälscht, wenn das Gerät nicht
waagerecht ausgerichtet ist - was sich bei Montage am Lenker je nach Steigung/Gefälle aber fast nicht vermeiden lässt.
Das Bild zeigt das Höhenprofil der Jungfernfahrt des Gerätes. Die mit GPS initialisierte Höhenmessung beim Start
ergab 160m (Häuserschlucht) und zum Ende der Tour meldete das Gerät am gleichen Ort 195m. Die 195m sind korrekt und
das Ergebnis der automatischen Kalibrierung während der Tour. Störend ist nur, dass die Kalibrierung verloren geht,
wenn das Gerät länger ausgeschaltet ist. So werde ich nächstes WE entweder das Gerät schon ein Stündchen vor
Abfahrt anschalten oder aber manuell die Starthöhe eintragen müssen, wenn ich die Messung ab Start ganz genau haben will.
Seit meinem ersten Vista hat sich einiges getan, was PC Software und Karten angeht. Dafür geht aber kein
Dank an Garmin, sondern an die Community, die mit Tools wie QLandkarteGT und Projekten wie OpenStreetMap (OSM)
dafür gesorgt hat, dass ich jetzt auch unter Linux kostenfreie und gute Wander- und Radkarten auf das Gerät aufspielen
und nachträglich Strecken auswerten kann. Leider ist es noch etwas mühsam, die ganzen Puzzlestücke
zusammenzusuchen, bis die Software läuft. (Angefangen bei Zugriffsrechten für USB bis hin zu den
mysteriösen typ-Files.)
Während der Tour hat sich das Gerät uneingeschränkt bewährt. Das Gerüttel am Lenker bei holprigen Abfahrten
macht ihm nichts aus und die Markierung der Route ist so kräftig, dass ein flüchtiger Blick aufs Display genügt,
um sich einen Überblick zu verschaffen.
Neben der einfachen Draufsicht auf die Karte gibt es jetzt auch einen Highway-Modus mit der vom
Auto-Navi bekannten 3D-Ansicht. Das ist noch entspannter, weil man einfach rollen lassen kann, solange ein
vertikaler Strich auf dem Display ist. :)
Neu ist auch der Piepser, den das Gerät bekommen hat. Neben nervigen Sachen wie Tasten-Pieps, die sich aber
einfach abstellen lassen, gibt es auch praktische Geräusche, wie zB. das Erreichen eines Wegpunktes.
So hat man auch ohne Blick aufs Display zwischendurch die akustische Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.
Unterm Strich erhöht das kleine Gerät den Fahrspaß auf unbekannter Strecke dramatisch.
Ich konnte einen Großteil der Wegkreuzungen und Abzweigungen einfach überfahren.
Bei einigen musste ich anhalten und die vorhandenen Wege mit dem Display vergleichen
und bei einigen Abfahrten bin ich ohne Anhalten einfach falsch gefahren, weil ich Abzweigungen sowohl auf dem Display
als auch auf dem Weg übersehen habe. Allerdings sorgt die dicke Markierung der Route dafür, dass das Verlassen
derselben schon beim kürzesten Blick auffällt. Laut Aufzeichnung bin ich nie mehr als 100m in einen falschen Weg hineingefahren.
Für Saarbrücken und Umgebung war die OSM Karte sehr exakt und wirklich jeder Pfad verzeichnet. Am Ende des Bergabschnitts, in
Völklingen, schienen jedoch 2-3 Wege zu fehlen. Die werde ich demnächst mal abfahren und bei OSM nachtragen...
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Uwe (Mon, 10 Aug 2009):
Uwe (Mon, 10 Aug 2009): ... die geplante Investition vor einer Woche angekündigt und schon realsiert und sogar schon getestet?! Hut ab! Nun kann ja nichts mehr schief gehen ;-)
Ich bin aber entsetzt über unseren Blindflug! Beim letzten Mail sind wir offensichtlich mehr als 5km unnötig durch den Wald gegurkt ...
Captain Jork (Mon, 10 Aug 2009): Ich bin dabei. Team rIDSel ole
Micha (Mon, 10 Aug 2009): @Uwe: Haustür zu Haustür waren es das letzte Mal knapp 55km. D.h. wir haben fast 10 Bonuskilometer absolviert. Diesmal war ich anstatt 4h auch nur 3h unterwegs.
Der richtige Weg ist teils sehr gut getarnt. So geht es zB. auf der breiten Schotter/Geröllabfahrt hinter den Spichern-Stellungen irgendwann mal auf einem schmalen Pfad 15m links rein zu einem Tor in einer Mauer. Das ganze sieht aus wie ein Privatgrundstück. Hätte das GPS nicht darauf bestanden, wäre ich da nie reingefahren. Es ist ein Offiziersfriedhof, auf dem auch tatsächlich irgendwo ein Baum mit Wanderwegzeichen steht.
Tour de France 2009: Vittel to Colmar [Jul 19, 2009; Miscellaneous]
Lance Armstrong: "Can't remember a day this cold in the TdF."
After some strong winds and heavy rain the night before, the day started out nicely on Col du Platzerwasel (1139m).
For some time the sky started to clear up. But then new rain clouds began moving in.
By the time the first riders made it to the top, temperature had dropped to 11 degree celcius and it rained.
Mr. Haussler (in white) who won this stage of the tour later claimed to love these weather conditions.
He definitely looks less pissed than his rival next to him.
I couldn't help noticing that many bikes were equipped with Tacx Tao bottle holders, which is the same model
I am using on my bike.
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Open Street Map [Jul 11, 2009; Miscellaneous]
Google Maps really blows when it comes to finding trails to mountain bike on.
If its not made for cars, its not on the map. You might get lucky and see some indication
of trails when using the satellite view, but thats a painful way of planning a tour.
Surprisingly, Open Steet Map has all the trails and more landscape detail
than its commercial counterpart. So don't be fooled by its unprofessional looking UI,
it is your friend off the road.
Citations (Thu, 23 Jul 2009): Thanks for this valuable information. I like your post
Wolfram|Alpha - das rechnende Tafelwerk [May 16, 2009; Internet, German]
In den letzten Wochen war schon durchgesickert, dass es sich bei diesem Dienst
um keine neue Web Search Engine handelt. Aber was ist es dann?
Diese Frage kann sich jetzt jeder selbst beantworten, denn WolframAlpha ist online.
Für mich ist sehr schnell klar geworden, was ein Mathematiker unter
einer "computational knowledge engine" versteht: Ein rechnendes Tafelwerk.
Wer gern Zahlenkolonnen betrachtet, findet das Tool sicherlich nützlich.
Wer auch nicht-numerische Fakten benötigt, ist bei Wikipedia deutlich besser aufgehoben.
Wer einfach nur Dinge im Web finden will, nimmt Google.
Wirklich interessant könnte ein Hybrid aus Wikipedia und Wolfram|Alpha sein.
Dann hätte man alle Fakten mit einem Click. Siehe "Popcorn" Links.
Pictures taken with flash are usually crap, because they look flat, pale and boring.
A while ago I learned that this problem could be overcome by using flash(s) which are
placed independent of the camera. This kind of setup is very time consuming however,
so I seldom do this.
This weekend I discovered that a single flash with zoom capability can add a nice
torch light feeling to pictures, when used at a far larger focal length than the lens.
This effect really comes in handy for lost places photography.
For this picture the flash coverage was set to 105mm for a lens at 10mm (*1.6).
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zjeux (Tue, 7 Jul 2009): Excellent Post. Mercy
RandR 1.3 - Power to the Netbooks [May 3, 2009; Nerd, German]
By replacing xandros on my Eee PC with Ubuntu, I lost the function which would
allow to emulate a 1024x768 screen either by panning or down-scaling to 1024x600.
It didn't really hurt while using it by myself, because Ubuntu is doing fine with 1024x600.
But it got really painful when doing presentations with a connected projector.
After some fiddling with mirror mode it would typically end up with a 640x480 resolution.
While this is enough for Powerpoint, it fails badly for demos. So there had to be a fix for the netbook.
Just after I learned that Randr 1.3 would be the answer to my problems, I got lucky.
The newly released Ubuntu 9.04 finally comes with an X server having the latest Randr extension.
This version of the "X Resize, Rotate and Reflect Extension" supports arbitrary scaling
of the virtual desktop for each connected monitor, plus it brings back good old panning.
In other words, it allows the 1024x600 display of my Eee PC to view larger virtual screens
(like 1024x768) either using panning or down-scaling.
"xrandr" is a nice command line tool for accessing the extension directly. I used it in a
script which forces a 1024x768 mode line on the VGA output and also provides panning or scaling (1x1.28) for the netbook display.
(Forcing the mode line helps with older projectors which cannot communicate properly with the system.)
Toss in acpid and using external displays becomes as simple again as pressing a button.
I am not aware of any GUI tools supporting the new 1.3 features yet.
(GNOME display settings don't even support all which 1.2 has to offer)
Gettings Things Done (GTD) is a self management method which has been around for
a couple of years now. There are many websites, blogs and books dedicated to it. I put some
useful links below.
I had already looked into it some time ago, but quickly lost interest again. The overhead of the
processing flow in GTD made it look inefficent compared to a simple task list.
After being swamped with work to an extend which renders a simple task list useless, I changed my
mind and rediscovered GTD. Interestingly the overhead grows little compared to the amount of
work managed with this system. There is a point at which GTD becomes easier to work with than
simple lists.
I selected Thinking Rock and Freemind as my tools of choice for implementing the approach.
Last but not least: Having read freely available information on the web, the book classic from
David Allen didn't really provide many new insights. So you might want to spend that money
on something else.
Sebastian (Wed, 29 Apr 2009): Trotz GTD wird aber die eigentliche Arbeit nicht weniger. Man bekämpf letztendlich damit nur das Symptom - eine stetige Zunahme von Aufgaben.
Micha (Wed, 29 Apr 2009): Es heißt ja auch nicht "Doing Your Things For You". :) Der Idee ist ja, dass man konzentriert arbeiten kann, auch wenn ständig irgendwas hereinprasselt.
Spec (Fri, 1 May 2009): Die Welt is schon komisch, genau die Zeit in der ich aus technischen Gründen nicht hier reinsehen konnte, hab ich damit verbracht GTD zu lesen ..
.. klingt zumindest mal nach nem Lösungsansatz für das Chaos was sich hier Workflow nennt ..
Sebastian (Mon, 4 May 2009): Klar, GTD ist nicht dafür da, die Aufgaben zu erledigen. Aber wenn wir durch unsere Arbeit mit einem sinnvollen (menschlichen) Maß an Aufgaben belastet wären, würden wir GTD gar nicht benötigen. Der Bedarf nach GTD ist Ausdruck für eine Überlastung mit Aufgaben.
Micha (Thu, 7 May 2009): Jein. Dann wäre ja auch ein Auto ein Ausdruck für eine Überlastung mit Entfernung. Technik zu benutzen, um unsere Fähigkeiten zu erweitern, ist für Menschen durchaus natürlich.
Man stelle sich eine Kleinstadt vor, mit einem Rathaus am Marktplatz. Da bald Wahlen sind,
überlegt sich der Bürgermeister dieser Stadt, wie er seine Beliebtheit steigern könnte. Schließlich hat er eine Idee:
Er will seine Bürgern Geld schenken, damit die einkaufen gehen können und so nebenbei noch die Wirtschaft ankurbeln.
Er öffnet das Fenster zum Marktplatz und beginnt, Geldscheine aus der Stadtkasse hinauszuwerfen.
Es dauert nicht lang, da herrscht auf dem Platz hektisches Treiben. Von überall kommen die Einwohner herbeigelaufen,
um auch ein paar von den Scheinen abzubekommen. Bald tummelt sich die ganze Stadt unter dem offenen Fenster.
Der Bürgermeister ist begeistert vom Erfolg seines Vorhabens. Alle sind sie gekommen, um bei seiner Aktion mitzumachen.
Damit auch wirklich jeder ein paar Scheine ergattern kann, holt er nochmal neues Geld und wirft auch dieses gönnerhaft aus dem Fenster.
Ganz sicher würden sie ihren großzügigen und anpackenden Bürgermeister erneut wählen.
Ganz sicher? Nein, ganz sicher nicht. Der Bürgermeister hat nur das Getummel unter seinem Fenster nicht verstanden.
Natürlich wird jeder das Geld, das auf ihn herabregnet, gerne einstecken.
Gleichzeitig wird aber auch jeder den Bürgermeister für untragbar halten, da er das Geld der Stadt aus dem Fenster wirft.
So ist die Stadtkasse ruiniert und Bürgermeister wird in Zukunft auch ein anderer sein.
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Die Musik der Primzahlen (Marcus du Sautoy) [Apr 11, 2009; Book, German]
Hirnschonend und spannend, mit lustigen Anekdoten über schrullige Mathematiker.
Allen Hoffnungen und allen Befürchtungen zum Trotz treten wir gesellschaftlich und moralisch auf der Stelle.
Wäre nicht der technologische Fortschritt, würde garnicht auffallen, dass die Texte 80 Jahre alt sind.
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Jedem das Seine [Mar 11, 2009; Miscellaneous, German]
Einer der größten Irrtümer ist, dass die Nazis 1945 besiegt wurden.
Geographisch mag das zwar stimmen, aber in unserer Sprache haben sie
noch heute so manches Gebiet fest in ihrer Hand. So bricht jedes Mal,
wenn jemand die Worte "Jedem das Seine" öffentlich äußert, ein Sturm der
Entrüstung los, der platter nicht sein könnte. Eigentlich ist es eher eine
Art Reflex, eine geistlose Handlung, die einfach so passiert, weil sie über
viele Jahre antrainiert wurde.
Wäre es nicht eher an der Zeit, das letzte Opfer des dritten Reichs,
unsere Sprache, zu befreien? Warum macht man heute, nach über 60 Jahren,
15jährigen einen Vorwurf, wenn sie diese Worte ihrer eigentlichen
Bedeutung gemäß nutzen? Eigentlich ist es ein Grund zur Freude, dass
eine junge Generation nicht mehr diese Last mit sich herumträgt.
Dem Argument, dass wir aufgrund unserer Geschichte eine besondere
Verantwortung hätten, kann ich auch nicht folgen. Verantwortung vererbt sich
nicht. Es ist ja nicht so, dass wir Deutschen einen Gendefekt haben,
durch den wir besonderer Fürsorge bedürfen.
Der nächste große Führer kann genausogut in Amerika oder Indien oder
Brasilien heranwachsen.
Deswegen: Schüler vor, befreit unsere Sprache.
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Sebastian (Thu, 12 Mar 2009): Die Sache mit der Verantwortung ist nicht einfach. Die Verantwortung richtet sich nicht an die Vergangenheit, sondern an die Zukunft. Meiner Ansicht nach haben wir keine Verantwortung für die Taten von damals, aber wir haben eine Verantwortung solche Taten in der Zukunft zu verhindern. Meiner Ansicht nach haben wir in der jüngeren Vergangenheit schon mehrfach versagt, dieser Verantwortung gerecht zu werden, denn wir haben z.B. nicht den Völkermord in Jugoslawien, Ruanda, Palästina, etc. verhindert.
Micha (Thu, 12 Mar 2009): Da jetzt die harmlose Verwendung einer Formulierung und aktuelle Völkermorde direkt untereinander stehen, drängt sich mir förmlich der Verdacht auf, dass ein psychologisches Phänomen wirkt: Kinder vor der ganzen Republik zurechtzuweisen ist eine prima Ersatzhandlung, wenn man die wirklichen Verbrechen nicht stoppen kann.
Drop Profiler - Profiler in a Single JSP [Mar 1, 2009; update]
I recently created a small Java web app profiler which resides in a single JSP.
It allows for quick CPU profiling without all the typical profiler installation hassles. (Doesn't even need a VM restart.)
It is now available for download in the projects section.
Der Affe in uns (Frans de Waal) [Feb 12, 2009; Book, German]
Vielleicht ist die Welt ohne Menschen ja doch kein Paradies:
Zweifellos sind Schimpansen fremdenfeindlich.
[...]
Die Schimpansen [...] behandelten ihre Feinde, als gehörten sie einer anderen
Spezies an. Ein Angreifer hielt beispielsweise das Opfer am Boden [...],
während die anderen es bissen, schlugen und traten. Einmal rissen sie eine
Gliedmaße ab, dann eine Kehle heraus oder die Fingernägel ab [...];
im allgemeinen ließen sie nicht nach, bis ihr Opfer sich nicht mehr bewegte.
Es ist nicht ungewöhnlich, daß männliche Schimpansen weibliche angreifen und
sie nötigen, in ihrer Nähe zu bleiben. [...]
Im Kibale-Wald in Uganda sind einige Schimpansenmänner dazu übergegangen,
Schimpansinnen mit großen Holzstöcken zu prügeln.
Innerhalb einer Gruppe haben Schimpansen aber durchaus einen Sinn für
Nächstenliebe und helfen den Schwachen. Also halten sich umgekehrt auch
die moralischen Errungenschaften der Menschen in Grenzen.
Kurzum: Freunde entzaubernder Bücher sollten hier zuschlagen.
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Xavier (Thu, 26 Feb 2009): Schimpansen haben nunmal keine Moral und solange ihre Verhaltensweisen die eigene Art nicht schädigen, werden sie ihr Verhalten nicht ändern. Bonobo-Schimpansen sind allerdings nicht so brutal.
25C3 Selection [Jan 29, 2009; Nerd, German]
Talks which I remember as being especially interesting.
For people outside Germany: The guy is trying to establish the Obama slogan within his party. This is not some small town meeting, this is a national convention of a major party.
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shop (Sat, 3 Jan 2009): OMg, großartig: "nö, also ich hab keine eigenen Ideen, aber ich pick mir die guten Sachen raus" nur blöd wenn dann keiner mitmachen mag ^^
Monica (Wed, 7 Jan 2009): That's embarassing. I like Obama but I don't think we should copy him at a german party meeting.
Dieter (Mon, 16 Feb 2009): Oje, das war sowas von peinlich, ich hab gleich den Ton am Fernseher ausgemacht...
The God Delusion (Richard Dawkins) [Dec 25, 2008; Book]
I walked by this book a couple of times because - being an atheist - I wasn't really expecting any news.
But finally I gave in to the hype, got a copy and did not regret it.
Dawkins put together a really well structured and by all means complete set of arguments against religion,
quite a few of which were new to me. Especially his refusal to accept agnosticism as a valid point of view.
His writing - while eloquent - is a bit to mild on the subject for my taste. (This was also pointed out by a great
Southpark episode.) But he makes up for it by quoting a variety of other authors when its time for a giggle.
Here are two examples:
The Devil's Dictionary (Ambrose Bierce):
to pray: to ask that the laws of the universe be annulled in behalf of a single petitioner, confessedly unworthy
The End of Faith (Sam Harris):
We have names for people who have many beliefs for which there is no rational justification.
When their beliefs are extremely common we call them 'religious'; otherwise, they are likely to be called
'mad', 'psychotic' or 'delusional' ... Clearly there is sanity in numbers.
One impressive example he mentions on the creation of religions are Cargo Cults.
They demonstrate how easily humans make up new religions and are recent enough to prove
that there was nothing supernatural involved in their making, only misinterpreted observation.
See links below.